Frettchenkrankheiten

Leptospirose

Die Leptospirose wird durch Bakterien übertragen. Die Ansteckung erfolgt hauptsächlich über infizierten Urin von Überträgern wie Ratten und Mäusen. Durch solchen Urin verunreinigte Gewässer stellen eine Hauptansteckungsquelle dar. Auch Menschen, die mit infiziertem Tierurin in Kontakt kommen, können sich anstecken. Es gibt für Hunde Impfstoffe, die vor Leptospirose schützen. Ob diese Impfstoffe auch beim Frettchen wirken ist nicht bekannt.


Parvovirose

Die Aleutenkrankheit der Nerze wird durch Parvoviren hervorgerufen, ebenso die Nerzenteritis. Inwieweit diese Erkrankungen bei Frettchen eine Rolle spielen ist unklar. Schwere Symptome wie blutiger Durchfall, die bei an Parvovirose erkrankten Hunden und Katzen auftreten, sind bei Frettchen nicht beschrieben. Ob daher eine Impfung sinnvoll ist, muss von Fall zu Fall entschieden werden.


Staupe

Das Staupevirus ist dem Masernvirus sehr ähnlich und ruft eine schwere, potenziell tödliche Krankheit hervor. Nach der Ansteckung über Sekrete und Exkrete infizierter Frettchen setzt sich der Erreger im Atmungs- und Verdauungstrakt, oder auch im Nervensystem festsetzen und ruft dort verschiedene Symptome auf. Eine spezifische Behandlung gibt es nicht, somit ist die Impfung die einzig wirksame Vorbeugungsmaßnahme. Nach den deutschen Impfempfehlungen für die Kleintierpraxis gehört die Impfung gegen Staupe zu den Pflichtimpfungen.


Tollwut

Die Tollwut gehört zu den am längsten bekannten viralen Infektionskrankheiten und ist sicher auch die gefürchtetste. Noch immer sterben jährlich weltweit zehntausende Tiere und Menschen. Tollwut ist nicht heilbar. Die Übertragung erfolgt durch infizierten Speichel. Dank intensiver veterinärbehördlicher Maßnahmen konnte die Tollwut in Deutschland eingedämmt werden. Die Impfung gegen Tollwut ist im Reiseverkehr gesetzlich geregelt und vorgeschrieben.