Gelistete Drittländer

Gelistete Drittländer (Anhang II, Teil 1)

Die Durchführungsverordnung 577/2013 des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 28.06.2013 enthält in Anhang II, Teil 1 folgende Länder:

  • Andorra
  • Färöer
  • Gibraltar
  • Grönland
  • Island
  • Liechtenstein
  • Monaco
  • Norwegen
  • San Marino
  • Schweiz
  • Vatikanstadt

Hier entspricht der Tollwutstatus dem der EU. Bei Wiedereinreise aus diesen Staaten nach Deutschland (Rückreise) gelten daher die EU-Bestimmungen (Heimtierpass, Kennzeichnung, Tollwutimpfung, alternativ eine vom Amtstierarzt ausgefüllte Veterinärbescheinigung).

Bei Einreise in diese Staaten gelten noch länderspezifische Bedingungen, die ausgewählt angeführt werden:

Gelistete Drittländer (Anhang II, Teil 2)

In Anhang II, Teil 2 werden Drittländer gelistet, die einen den EU-Mitgliedsländern vergleichbaren Status hinsichtlich der Tollwutsituation zeigen. Diese Länder müssen einen Nachweis über ihren Tollwutstatus erbringen und Anforderungen erfüllen, die in Artikel 13 der Verordnung 576/2013 beschrieben sind. Die Länderliste wird ständig aktualisiert, die folgenden Länder sind derzeit
aufgeführt:

  • Antigua und Barbuda
  • Argentinien
  • Aruba
  • Ascension
  • Australien
  • Bahrain
  • Barbados
  • Belarus
  • Bermuda
  • Bonaire, St. Eustatius und Saba (die Karibischen Niederlande)
  • Bosnien und Herzegowina
  • Britische Jungferninseln
  • Chile
  • Curacao
  • Falklandinseln
  • Fidschi
  • Französisch-Polynesien
  • Großbritannien und Nordirland
  • Hongkong
  • Jamaika
  • Japan
  • Kaimaninseln
  • Kanada
  • Malaysia
  • Mauritius
  • Mayotte
  • Mexiko
  • Montserrat
  • Neukaledonien
  • Neuseeland
  • Russland
  • Singapur
  • St. Helena
  • St. Kitts und Nevis
  • St. Lucia
  • St. Martin
  • St. Pierre und Miquelon
  • St. Vincent und die Grenadinen
  • Taiwan
  • Trinidad und Tobago
  • Vanuatu
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Vereinigte Staaten von Amerika
  • Wallis und Futuna

Quelle: Durchführungsverordnung (EU) Nr. 577 / 2013 vom 28. Juni 2013

Wer in diese Länder reist, sollte die Einreisebestimmungen bei Anreise berücksichtigen (einige Länder sind nachfolgend aufgeführt, ansonsten geben auch hier Botschaften / Konsulate Auskunft). Wer aus diesen Ländern Tiere einführt, benötigt eine Veterinärbescheinigung (zu finden unter http://www.bmel.de), ansonsten gelten die in den EU-Bestimmungen festgelegten Regeln.

Australien

Einreisebestimmung:

Es gelten strenge Bestimmungen für die Einfuhr von Hunden und Katzen nach Australien. Die Tiere dürfen nicht in der Kabine eines Flugzeugs einreisen, sondern müssen im Frachtbereich untergebracht sein. Alle Hunde und Katzen müssen mindestens 10 Tage in Quarantäne in Mickleham (nahe Melbourne) verbringen (daher Einreise nur über Melbourne möglich). Zur Einreise wird eine gültige Importerlaubnis benötigt und ein von der Behörde authorisierter Tierarzt muss innerhalb von 5 Tagen vor der Abreise eine klinische Untersuchung durchführen, die bestätigt, dass das Tier frei von äußeren Parasiten und übertragbaren Krankheiten ist.

Hunde und Katzen müssen mit einem ISO Microchip gekennzeichnet sein und müssen eine gültige Tollwutimpfung aufweisen (Mindestalter bei Impfung 90 Tage). Es muss eine Tollwuttiterbestimmung durchgeführt werden (Einreise frühestens 180 Tage und spätestens 24 Monate nach Blutprobenentnahme).

Hunde und Katzen müssen gegen innere und äußere Parasiten behandelt werden. Gegen innere Parasiten müssen zwei Behandlungen im Abstand von 14 Tagen erfolgen, die zweite Behandlung muss spätestens 5 Tage vor Einreise durchgeführt werden. Bei der Behandlung gegen äußere Parasiten muss bei Hunden der Bluttest gegen Ehrlichia canis zeitlich berücksichtigt werden. Katzen müssen spätestens 21 Tage vor Einreise gegen äußere Parasiten behandelt werden. 

Hunde müssen eine gültige Impfung gegen Leptospira interrogans serovar Canicola vorweisen (abgeschlossene Grundimmunisierung oder Nachimpfung spätestens 14 Tage vor Einreise) oder einen negativen Bluttest frühestens 45 Tagen vor Einreise nachweisen. 

Hunde müssen einen negativen Bluttest auf Ehrlichia canis frühestens 45 Tage vor Einreise vorweisen, die Behandlung gegen äußere Parasiten muss mindestens 21 Tage vor dem Bluttest erfolgen.  

Unkastrierte Hunde müssen einen negativen Bluttest auf Brucella canis innerhalb 45 Tagen vor Einreise nachweisen. Hündinnen dürfen nicht zwischen 14 Tagen vor dem Bluttest bis zur Einreise belegt oder besamt worden sein. 

Hunde müssen einen negativen Bluttest auf Leishmania infantum innerhalb 45 Tagen vor Einreise nachweisen. 

Sollte der Hund irgendwann einmal Afrika besucht haben, muss eine Behandlung gegen Babesia canis von einem authorisierten Tierarzt durchgeführt werden. Die Behandlung mit Imidocarb muss spätestens 14 Tage vor Einreise erfolgen. 

Tiere dürfen nicht länger als 30 Tage trächtig oder Saugwelpen sein.

Folgende Hunderassen sind verboten und dürfen nicht eingeführt werden: Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Japanese Tosa, American Pit Bull Terrier oder Pit Bull Terrier, Perro de Presa Canario oder Presa Canario sowie Einkreuzungen mit Wildtieren (z.B. Wolf).

Die Einfuhr von Kreuzungen aus Haus- und Wildkatzen (z.B. Savannah-Katzen, Safari-Katzen, Chausie und Bengal-Katzen) ist nicht erlaubt. 

Weitere Informationen unter www.agriculture.gov.au/cats-dogs

In diesem Land kommen folgende Krankheiten* vor:

*Diese Liste ist nicht vollständig. Es können weitere Krankheiten vorkommen, die hier nicht aufgeführt sind.